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Alles getrennt ­čĺö

Die Kinder werden ├Ąlter, das Problem scheint gel├Âst. Zumindest ist man selbst nicht mehr betroffen. Doch die n├Ąchsten Generationen, ja sogar die eigenen Kinder, wenn man welche hat sind auch wieder von der Isolation betroffen. Nicht jedem ergeht es gleich schlecht damit, manch einer kann sich besser damit arrangieren als andere. 


Mit meiner ersten Tochter f├╝hlte ich mich sehr einsam an einem fremden Ort ohne Auto & ung├╝nstigen Verkehrsanbindungen. Weit weg von Freunden & unseren Familien war ich den ganzen Tag allein mit ihr. Als sie nicht mehr gestillt werden wollte brach ich aus, meine Beziehung zu ihrem Vater war schon l├Ąngst zerst├Ârt. Die ganze Belastung aus dieser abgetrennten Gesellschaft & unsere damals finanziellen Schwierigkeiten hat die Beziehung nicht ├╝berlebt. 


Als unsere Tochter gr├Â├čer wurde & wir wieder mehr Zeit f├╝r uns als Paar hatten & ich auch wieder Zeit f├╝r mich hatte, da konnten wir uns nochmal ann├Ąhern. Doch im Nachhinein wurde mir klar, da├č die schwierige Phase nur beschleunigt ans Licht brachte, was dennoch von Anfang an da war. Wir waren beide schwer traumatisierte Menschen, die vieles erlebt haben, die verletzt wurden & uns selbst sowie den anderen in unserer Beziehung sehr verletzt haben. Aber f├╝r ein halbes Jahr waren wir wieder sehr gl├╝cklich, die meiste Zeit davon jedenfalls. 


Mit meiner zweiten Tochter ging es dann allerdings erneut Berg ab. Diesmal wohnten wir n├Ąher bei meinen Freunden & meiner Familie. Ich f├╝hlte mich nicht so einsam wie mit meinem ersten Kind. Au├čerdem k├╝mmerte sich meine Gro├če auch gerne mit mir um ihre kleine Schwester. Ich lernte mich dem abgetrennten System in dem wir momentan leben anzupassen. 


So ging meine Tochter in den Kindergarten, um mit anderen Kindern spielen zu k├Ânnen & damit ich auch etwas Zeit f├╝r mich hatte, wenn ihre kleine Schwester schlief. Am Wochenende war Familienzeit sowie zum Abendessen. Ich war nicht gl├╝cklich, aber zumindest f├╝hlte ich mich nicht mehr so schrecklich einsam. 


Wie es heutzutage meist ├╝blich ist, suchte ich mir auch wieder Arbeit. Allerdings war f├╝r mich l├Ąngst klar, da├č ich daf├╝r nicht meine Kinder in Fremdbetreuung geben m├Âchte. Nach einem gescheiterten Versuch mit nur einem Kind wieder zu arbeiten, blieb ich letztlich f├╝r meine ├Ąlteste daheim, denn sie war sehr ungl├╝cklich, als sie mehr als 3std im Kindergarten war. Mit der 2. Schwangerschaft war ich also vorerst Mutter & Hausfrau. Beides zusammen sind nicht zu wenig Herausforderung, jedoch f├╝hlte ich mich schnell wieder isoliert. Denn die Kinder bekommen die sozialen Kontakte mittlerweile ├╝berwiegend in der Krippe, bei der Tagesmutter im Kindergarten, in der Schule, in den Vereinen usw. Die Erwachsenen Eltern pflegen diese oft auf der Arbeit, bei ihren Vereinen & bei Treffen mit Freunden. 


Nun wohnten wir noch nicht lange im Ort & meine Freunde waren zwar nicht so weit weg, aber auch nicht so nah, da├č man sich jeden Tag getroffen h├Ątte. Tags├╝ber arbeiten, am Wochenende Familie & Zeit mit dem Partner, Freunde treffen, Vereine, mit Kindern war f├╝r viele der Kalender sogar noch voller, soda├č ich mit meinen beiden Kindern nochmal versuchte ins System zu passen. Die Gro├če ging zumindest wieder 3Std in den Kindergarten & ich wurde Hausmeister & Zeitschriften Austr├Ąger. Beides nicht gerade super geeignet um soziale Bed├╝rfnisse zu erf├╝llen, aber um Geld zu sparen f├╝r soziale Kontakte, die man sich quasi kauft. 


Da alles abgetrennt & isoliert ist, kauft man sich nun die Leihoma, den Babysitter & geht zum Yoga & sonstigen Veranstaltungen um seine sozialen Bed├╝rfnisse zu erf├╝llen. Die Familie lebt die meiste Zeit getrennt voneinander & viele nehmen auch noch weite Fahrten zur Arbeit in Kauf. Bei meinen Eltern arbeitet mein Vater Schicht, entweder er war arbeiten oder er ruhte sich aus. Am Sonntag musste er dann einen Familien Ausflug ertragen & im Urlaub waren wir Kinder dann im Miniclub, also wie ein Kindergarten im Urlaub. Obwohl ich mir inzwischen ein gro├čes Soziales Netzwerk aufgebaut hatte, war ich weder gl├╝cklich noch erf├╝llt. Die meisten Kontakte waren anstrengend, einige langweilig & viele sehr herunterziehend. Quantit├Ąt statt Qualit├Ąt ­čÖć­čĆ╗ÔÇŹÔÖÇ´ŞĆ 


Also sortierte ich mich & mein Leben neu. Ich lie├č los, wer & was mir nicht gut tat & machte Platz f├╝r Neues. Ich fing an mich damit zu besch├Ąftigen, wie man fr├╝her lebte & wie heutzutage Urv├Âlker leben w├╝rden. Ich stie├č auf Gemeinschaften & erinnerte mich, was meine Uroma mir einst erz├Ąhlte. Sie klagte dar├╝ber wie isoliert wir alle leben & wie sch├Ân es fr├╝her war, als das ganze Dorf noch wie eine Familie gewesen sei. So schaute ich Dokus an & besuchte Gemeinschaften. Mir wurde klar, da├č Kinder mehr als ihre Eltern brauchen, um ganzheitlich gesund aufzuwachen & das, da├č Fremdbetreuungssystem f├╝r mich nicht der ganzheitlich gesunde Weg ist. Ich wollte zur├╝ck in eine naturverbunde Gemeinschaft, in der man sich wie fr├╝her gegenseitig unterst├╝tzt. Auch wenn das wie Urv├Âlker gern romantisiert wird, so konnte ich dennoch meinen Weg darin finden. 


So schaute ich mir viele Gemeinschaften an, bis ich bei einer das Gef├╝hl hatte, sie sind wie eine Familie f├╝r mich & wir haben die selben Werte. Leider musste ich dann doch weiter ziehen, da es vor allem sehr kompliziert wurde u.a. aufgrund meiner Vorgeschichte. Aber so lernte ich meinen jetzigen Mann kennen & einige Monate sp├Ąter kamen wir zusammen. Ich wollte jedoch nach wie vor in einen Gemeinschaft leben & als mein Mann soweit war mit mir los zu ziehen, wollte ich einen Ort finden, an dem wir unsere Lebensgemeinschaft aufbauen k├Ânnen oder eine bestehende, zu der wir dazu ziehen k├Ânnen. Im Januar 2020 k├╝ndigten wir unsere Wohnung, soda├č wir am 1. April reisen konnten. Doch es war kein April Scherz, da├č fast alle Grenzen geschlossen waren & wir daher nur 2 L├Ąnder zu Wahl hatten. So verbrachten wir erstmal einen Monat in der Niederlande & waren immer noch guter Hoffnung, da├č der Spuk mit den ganzen Einschr├Ąnkungen bald ein Ende haben w├╝rde. 


F├╝r mich stand fest, da├č ich nie wieder ein Kind bekommen wollte ohne in einer Lebensgemeinschaft zu leben, die uns unterst├╝tzt. Doch schwanger zu werden ging viel einfacher & schneller, als die passende Gemeinschaft zu finden oder aufzubauen. Wir entschieden nach Deutschland zur├╝ck zu kehren, nachdem sich kein Ende der Einschr├Ąnkungen zeigt & ich hoffte, da├č das Leben uns zu Gleichgesinnten & den richtigen Ort f├╝hren w├╝rde. Nach dem Motto, das Leben hilft denen, die sich selbst helfen, veranstalteten wir Rohkost Potlucks, um Gleichgesinnte zu finden, die mit uns unseren Lebensgarten aufbauen m├Âchten. 


Unser Sohn wurde geboren & die Potlucks waren sehr zerrend f├╝r unsere kleine Familie mit all ihren Herausforderungen vor allem als Patchwork Familie. Ich war unendlich w├╝tend, traurig & sehr verzweifelt, denn ich wollte nicht noch einmal erleben, was ich mit meiner ersten Tochter durchmachte. Aber es half nichts, die Einschr├Ąnkungen wurden immer mehr & ich kannte wieder niemanden au├čer meinen Mann an diesem fremden Ort. Zum Gl├╝ck arbeiten wir von zuhause aus & mein Mann ist sehr liebevoll & f├╝rsorglich. Anders als mein Exmann hat er sich, genau wie ich l├Ąngst auf seinen Heilungsweg gemacht. So hat er sich von allen distanziert, die ihm nicht gut tun, soda├č sein Vater von seiner Familie in unserem Leben ├╝brig blieb. Mein Schwiegervater unterst├╝tz uns beide & ist wie mein Mann & unsere Kinder ein gro├čer Segen. 


Dennoch musste & muss ich erneut durch sehr viel Isolation & Trennung, die nicht f├Ârderlich sind. Wir haben es nicht vor der Geburt geschafft den gew├╝nschten N├Ąhrboden zu schaffen. Inzwischen haben sich uns ein paar Menschen ausgeschlossen & der Lebensgarten w├Ąchst. Es ist nicht leicht f├╝r mich doch noch abgetrennte Wege zu gehen, da ich mir mehr Zeit mit meinem Mann w├╝nsche & mehr Qualit├Ątszeit f├╝r uns als Familie & f├╝r mich als Individuum sowie als Mutter mit meinen Kindern. 


Ganz egal wann wir es schaffen werden, f├╝r mich ist eines klar geworden. Um ganzheitlich gesund zu leben ist es f├╝r mich wichtig nicht nur naturverbunden zu leben, sondern auch ganzheitlich integriert. Ich m├Âchte die Isolation aufbrechen & einen Ort erschaffen, an dem wir gemeinsam mit unseren Kindern leben & arbeiten k├Ânnen. Meiner Meinung nach sollte das nicht so getrennt werden, wie es mittlerweile in unserer Gesellschaft ├╝blich ist. Meine Kinder sollen die Wahl haben, wie sie leben m├Âchten. Ich m├Âchte ihnen sowie anderen die M├Âglichkeit bieten, ganzheitlich gesund zusammen zu leben. Selbst wenn eure Kinder inzwischen gro├č genug sind & ihr denkt; da├č es dadurch nicht mehr euer Problem ist, k├Ânnten eure Kindern als Eltern auch darunter leiden. 


Au├čerdem geht die Trennung im Alter ja in der Regel weiter. In Senioren Heimen leben viele alte Menschen isoliert & sichtlich degenerierend. Manch einer denkt vielleicht das sei der Lauf der Dinge, doch das diese Menschen ihr Leben dahin fristen ist ein weiteres Symptom dieser abgetrennten Gesellschaft. Alle Menschen, egal welchen Alters sollten ganzheitlich gesund & integriert zusammen leben & voneinander profitieren, soda├č jeder n├╝tzlich ist & sein Leben erf├╝llt sein kann. Dann k├Ânnen wir auch wieder von den weisen Menschen mit all ihren Erfahrungen lernen. Die meisten werden momentan nur alt & krank, die Weisheit & Lebenserfahrung kann sich in einem degenerierenden System nicht entfalten. 


Schau dir unsere Werte an & lerne uns kennen, bau mit uns den Lebensgarten auf f├╝r eine bessere Zukunft. Egal wie alt du bist, der Lebensgarten hat f├╝r jeden einen Platz, der bereit ist mit uns gemeinsam zu wachsen & zu heilen. 


Herzliche Gr├╝├če Vanessa ­čźÂ­čĆŻ